Momente der Geschichte#4

30.12.1777

Mit dem Tod Maximilians III. Joseph erbt Karl Theodor von der Pfalz das Kurfürstentum Bayern. Das führt zu Befürchtungen Österreichs über die Entstehung einer neuen europäischen Großmacht und in weiterer Folge zum Bayerischen Erbfolgekrieg.

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Foto: Preußens König Friedrich II. im Feldzug von 1778

Bayerischer Erbfolgekrieg:

Der Bayerische Erbfolgekrieg (1778/1779) wurde auf den Anspruch Österreichs auf Niederbayern und die Oberpfalz ausgelöst, nachdem die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahre 1777 ausgestorben war und das Kurfürstentum Bayern an die pfälzische Linie fallen sollte.
Es gilt als der letzte der Kabinettskriege der Früheren Neuzeit.

Aufgrund des feudalen Charakters des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation mit seine starken territorialen Zersplitterung kam es im 18. Jahrhundert häufig zu Erbfolgestreitigkeiten.
Bei der großen Anzahl an de facto selbstständigen Teilstaaten starb öfters ein Fürstengeschlecht aus.
Der Bayerische Erbfolgekrieg stellte eine von zahlreichen Auseinandersetzungen dieser Art dar, wobei er vor allem Ausdruck des immer stärker werdenden preußisch – österreichischen Gegensatzes war.

Die Wittelsbacher:

Nach dem Prozess gegen Heinrich den Löwen ging Bayern im Jahre 1180 an das Adelsgeschlecht der Wittelbacher. Diese bauten das Herzogtum in der Folgezeit zu einem der größten deutschen Territorialstaaten aus.
Als am 30. Dezember 1777 der bayerische Kurfürst starb, erlosch die bayerische Linie der Wittelsbacher.
Bayern sollte nun an den Kurfürsten Karl Theodor aus der Linie der Pfalz – Sulzbach fallen, doch Österreich intervenierte.

Die Habsburger:

Nach den Erfahrungen in den Schlesischen Kriegen gegen Preußen waren die österreichischen Habsburger wegen der Entstehung einer weiteren Großmacht auf deutschem Boden besorgt.
Zudem hatte der Verlust Schlesiens an Preusen die Habsburger geschwächt, so dass das Aussterben der bayerischen Wittelsbacher einen willkommenen Anlass für den habsburgischen Kaiser Joseph II. bot, seine Ländereien zu erweitern, seine Machtposition zu stärken und auch eine Revanche für den gegen seine Mutter Maria Theresia zu nehmen.
Nach einem in der Wiener Konvention besiegelten Tausch, Niederbayern und die Oberpfalz gegen Vorderösterreich, rückten am 3. Januar 1778 die österreichischen Truppen, ebenda ein.

Der Krieg:

Das Vorgehen Österreichs stieß auf die Ablehnung der meisten deutschen Reichsfürster, allem voran Karl II. Augsburg sowie König Friedrich II. von Preusen.

Am 3. Juli erklärte Preußen, Österreich den Krieg.
Am 5. Juli 1778 ließ Preußen seine Truppen in Böhmen einmarschieren.
Aufgrund mangelhafter Versorgung beider Lager, kam es zu keiner nennenswerten militärischen Auseinandersetzung. Es war also ein Kampf ohne militärischen Aktionen, der in der Geschichte der europäischen Mächte eine Novum war.

Am 13. Mai 1779 wurde der Krieg durch den Frieden von Teschen beendet.

Foto, Text und Daten aus der Wikipedia

Mfg
Matthias 🙂

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