Buchrezension#15 – Libellen im Kopf

Titel: Libellen im Kopf

Autor: Gavin Extence

Verlag: Limes Verlag

Erscheinung: 14.11.2016

Seitenanzahl: 352 Seiten

 

Inhalt:

Auf den ersten Blick ist Abbys Leben wie das vieler Mitzwanziger. Sie wohnt mit ihrem Freund Beck zusammen in London, verdient ihr Geld als Journalistin und pflegt ihre sozialen Kontakte. Doch tief in ihrem Inneren gleicht Abbys Gefühlswelt einer wilden Achterbahnfahrt. Manchmal verlässt sie tagelang nicht das Haus und dann sieht man sie plötzlich aufgestylt und überglücklich in einem teuren Designerkleid die Straße hinunterlaufen.

Nachdem sie eines Abends ihren Nachbarn tot in seiner Wohnung findet, gerät ihr Leben zuhnemend aus dem Gleichgewicht. Abby erlebt immer öfter den Absturz von euphorischen Glücksphasen in die tiefe Depression. Schließlich kommt es sogar so weit, dass sie in eine geschlossene psychiatrische Abteilung für bipolare Störung eingewiesen wird.

Doch Abby will nicht wahrhaben, dass sie krank ist und verliert mehr und mehr die Kontrolle über ihr Leben……

 

Der Autor:

Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit den interessanten Namen Swineshead auf. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen Kindern in Sheffield.

Nach seinem Debutroman, Das unerhörte Leben des Alex Woods, erscheint nun sein zweiter Roman im Limes Verlag.

 

Rezension:

In den 27 Kapiteln dieses Buches, erzählt der Autor, von der an bipolaren Störung erkrankten Abby. Die Protagonistin ist dabei als Journalistin in London tätig und lebt mit ihrem Freund, Beck zusammen. Als sie eines Tages ihren Nachbarn, tot in seiner Wohnung auffindet, reagiert sie nicht, so wie man es von einem anderen Menschen erwartet. Aufgrund von einer Gefühlslosigkeit in ihr, setzt sie sich auf die danebenstehende Couch und zündet sich in aller Ruhe eine Zigarette an.

Doch dann beginnt der Alptraum für Abbey und ihrem Freund erst recht. Sie wirft mit Geld um sich, riskiert ihre Beziehung mit anderen Männern in einem teuren Luxushotel, wo sie abgehauen ist, wo aber eine Begegnung mit einem Mann, fast in einer Vergewaltigung endet. Nach diesem Vorfall wird sie in eine Klinik eingewiesen und behandelt.

Man muss sagen, dass das Werk sehr emotional ist und dem Leser sehr authentisch aufzeigt, wie das Leben und die Gefühlswelt eines Menschen, mit einer psychischen Erkrankung ist.

Am des Buches, befindet sich eine kurze Anmerkung des Autors, der selbst an einer bipolaren Störung leidet, das Abby nur zum Teil eine fiktive Person ist und zum anderen ein kleiner Teil seines eigenen Lebens wiederspiegelt. Aber auch gibt der Autor, einen sehr guten Blick darauf, wie Menschen mit solchen Erkrankungen, von ihren Mitmenschen behandelt werden wollen, da der Verfasser einen sehr starken Wert darauf legt, dass diese Menschen eben ganz normal behandelt werden wollen. Wobei er zur gleichen Zeit, hervorhebt, dass in unserer Zeit, Menschen mit psychischen Erkrankkungen, noch immer von der Gesellschaft stigmatisiert werden.

Ein wirklich sehr interessantes und spannendes Werk, wo aber auch der Humor auf keinen Fall zu kurz kommt. Auch ist es schnell zu lesen.

Man kann es ohne schlechtem Gewissen, einen jeden weiterempfehlen!

 

5 von 5 Sternen

 

 

Buchcover:

 

Libellen im Kopf von Gavin Extence

 

 

Klick mich – Ich bin eine Leseprobe! (PDF)

 

 

 

Link:

https://www.randomhouse.de/Buch/Libellen-im-Kopf/Gavin-Extence/Limes/e428425.rhd#info

 

 

 

Mfg

Matthias 😀

 

 

 

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Da sind Libellen im Kopf und ich habe Schmetterlinge im Bauch 🙂 läuft!

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