Weihnachts – Special#13

Weihnachtsgeschichte: 🎄

Die Tannenfee:
Im hohen, dichten Nadelwald, dort wo die BÀume so dicht stehen, dass kein Mensch mehr hindurch dringen kann, wohnt die Tannenfee. Sie kennt jeden Baum in ihrem Reich ganz genau. Sie achtet darauf, dass keiner Pflanze und keinem Tier etwas böses geschieht.
Nun sah die Tannenfee noch öfter nach ihrem BĂ€umchen, um zu sehen, ob die MĂ€use ihr Versprechen hielten. Voller Freude sah sie, wie die kleine Tanne Jahr fĂŒr Jahr etwas wuchs. Bald schon war sie eine anschauliche Tanne geworden. Wieder hatte der Winter Einzug gehalten. Schnee bedeckte die BĂ€ume, die Natur hielt ihren Winterschlaf. Plötzlich erschĂŒtterten Stiefeltritte den Waldboden, Schnee rieselte von den Ästen. „Der, Vati, der soll es sein!“ erscholl die Stimme des kleinen Peter. „Ja, schön sieht er aus, die Zweige sind gut gewachsen und der Stamm ist auch gerade.“ Antwortete der Vater. Er sah sich noch einige andere BĂ€ume an, dann holte er die Axt und die SĂ€ge aus dem Rucksack und rĂŒckte der kleinen Tanne zu Leibe. Oh, wie seltsam wurde der Tanne zumute. Gerade in diesem Moment kam die Tannenfee vorbei. Sie stellte sich ganz nahe an ihr BĂ€umchen und redete ein letztes mal mit ihm. „Sei nicht bange“ tröstete sie „du wirst ein Wunder sehen! Nicht alle Tannen haben die Ehre ein Weihnachtsbaum zu werden. Du wirst in hellem Glanz erstrahlen. Ich wĂŒnsche dir alles gute zu deiner Reise.“ Noch einmal sah sie die kleine Tanne zur Fee hinĂŒber, sie wollte ihr noch sagen, dass sie viel lieber hier im Walde bliebe, aber es war zu spĂ€t. Die SĂ€ge und die Axt hatten ihr Werk getan, die Tanne fiel in den Schnee. Peters Vater schnĂŒrte sie zusammen, legte das Werkzeug in den Rucksack zurĂŒck und trat mit Peter den Heimweg an.
Zu Hause angekommen schĂŒttelte er den restlichen Schnee von der Tanne und löste den Strick. Dann stellte er die Tanne in den Schuppen. Traurig trĂ€umte sie von ihrer Zeit im Wald und von der Tannenfee. Lange blieb ihr keine Zeit fĂŒr ihren Kummer, der Vater kam und schraubte etwas an den Stamm. Nun fĂŒhlte sich die Tanne schon viel wohler. Jetzt konnte sie wieder stehen, stolz reckte er sich in die Höhe. „Bist ein schöner Christbaum“ lobte der Vater lĂ€chelnd, hob ihn auf und trug ihn in die Stube. Hell und warm war es hier, im Gegensatz zum Wald. Die kleine Tanne fĂŒhlte sich, als sei der Sommer zurĂŒck gekehrt. Nun wurden Strohsterne und Goldpapiernetze in seine Zweige gehangen, die Krönung bildeten gelbe Bienenwachskerzen. „Oh, welch ein Duft, welche WĂ€rme! Da hat die Fee mir nicht zuviel versprochen“ dachte das BĂ€umchen und fiel in einen sĂŒĂŸen Traum. Die MĂ€use blieben in ihrem Bau, zwischen den Wurzeln der kleinen Tanne wohnen und dachten noch lange an sie, selbst als die Wurzeln den Saft verloren und austrockneten
(Autor: Christina Telker

Titel: Die Tannenfee

Copyright © by Christina Telker)




Mfg

Matthias 😃

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Eine schöne Geschichte die man auch den Kindern erzÀhlen könnte.

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  2. … Trotzdem sind solche Geschichten irgendwie traurig, denn nach der kurzen „Erleuchtung“ muss der Baum ja nicht nur von uns, sondern letztendlich vom Leben Abschied nehmen. Vielleicht sollte man – wann immer es geht – WeihnachtsbĂ€umchen mit Ballen kaufen und anschließend wieder einpflanzen. Im eigenen Garten oder im Wald – hm, darf man das eigentlich? Einen Baum irgendwo im Wald pflanzen?

    GefÀllt 1 Person

    1. Da gebe ich dir recht.
      Aus diesem Grund, benutz ich auch seit Jahren nur noch einen kĂŒnstlichen Baum. 🎄😉

      Oh! Das wollte ich auch schon mal, aber bei uns ist das einfache einpflanzen von BĂ€umen in WĂ€ldern zwar nicht verboten, aber man muss sich vorher informieren, ob eben der besagte Wald jemanden gehört, welche BĂ€ume man ĂŒberhaupt anpflanzen darf, wegen “Konkurenz“, also das vermeintliche abtöten andere Arten oder so und dann braucht man eben noch eine schriftliche Genehmigung, der Stadtverwaltung, odg.
      Eben der ganze bĂŒrokratische Wahnsinn. 😉😁

      GefÀllt 1 Person

      1. Oh je… Es wĂ€re doch toll, wenn die Gemeinde eine spezielle Parzelle in einem Forst ausweisen wĂŒrde – fĂŒr ehemalige WeihnachtsbĂ€ume… 🙂

        Liken

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