Weihnachtsspecial#6 2018 🎅🎀

Die Geschichte ĂŒber St. Nikolaus

Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in der reichen Stadt Patara (ehem. Lykien, heute TĂŒrkei) ein Knabe, der Nikolaus genannt wurde. Die Eltern von Nikolaus verstarben frĂŒhzeitig fast zeitgleich an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Nikolaus erbte großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, PalĂ€ste und LĂ€ndereien und auch viele Untertanen, die sich um ihn kĂŒmmerten.

Auch Schafe, Pferde, Esel und noch ein paar andere Tiere gehörten ihm. Nikolaus war trotzdem sehr traurig und konnte sich ĂŒber seinen Reichtum nicht freuen. Deshalb wollten ihn seine Angestellten aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen.
Der Stallmeister wollte mit Nikolaus auf den schönsten Pferden durch die LĂ€ndereien reiten. Der KĂŒchenmeister meinte, er könne doch fĂŒr alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.
Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen, seine Traurigkeit wurde immer schlimmer bis auch seine Tiere deutlich spĂŒrten, dass er unendlich traurig war. Sie drĂ€ngten sich zu ihm. Vom Weinen mĂŒde geworden, wollte er sich schlafen legen. Ungeschickt stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Der Krug zerbrach, die Schriftrollen verteilten sich am glĂ€nzenden Boden. Nikolaus ergriff eine der Schriftrollen und begann zu lesen. „Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag hungernd vor seiner TĂŒr und wollte nur Brosamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten die Reichen dem Armen nicht. Als der Arme starb wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen“.

Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte sich Nikolaus.
Schön bin ich gekleidet, lebe mein Leben in Saus und Braus.
Die Bettler draußen beim Stadttor sehe ich mit meinen Augen nicht.
Morgen werde ich mein Leben Ă€ndern. So will ich frĂŒh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich sich Nikolaus zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie Nikolaus erblickten, streckten sie die HĂ€nde entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine Taschen.
Flink löste er die seine schwere Goldkette vom Hals, zog sich den Ring vom Finger und gab ihnen den wertvollen Schmuck. Danach schlĂŒpfte Nikolaus aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte auch noch seine Kleidung. Warm wurde Niklaus ums Herz. GlĂŒcklich ging er nach Hause.
Er war nun wieder fröhlich.
Am nĂ€chsten Tag beauftragte Nikolaus seinen Hofschneider mit der Aufgabe, auf seine Kleider große Taschen aufzunĂ€hen. VergnĂŒgt schlĂŒpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er fĂŒllte seine Taschen mit NĂŒssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles.
So beschenkte Nikolaus nun fast jeden Tag die Armen der Stadt und vorbei war seine lang andauernde Traurigkeit.

Als Nikolaus zwölf Jahre wurde, besuchte er eine Schule, die weit von seinen PalĂ€sten entfernt war. BerĂŒhmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen HĂ€nden. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.
Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen JĂŒngling gesagt hatte: „Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen“. Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große, unvorstellbare Not. Er wurde verletzt, er hatte kaum was zu Essen und Trinken. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzĂ€hlte er Geschichten aus der Bibel.

Eines Tages kehrte er in die Heimat zurĂŒck. In Myra war einige Zeit davor der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. „Ich bin Nikolaus ein Diener Christi“, antwortete er. Die Leute fĂŒhrten Nikolaus ins Gotteshaus und ernannten ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, erblickte Nikolaus seinen alten, grauen Esel vor der TĂŒr angebunden. Von da an wurde der Esel sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte fĂŒr die GlĂ€ubigen wie ein Hirt fĂŒr seine Schafe.
In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stÀrkte sie im Glauben.
An seinem Geburtstag kleidete sich Nikolaus jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack, dieser war mit leckeren NĂŒssen, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen befĂŒllt.
Nikolaus schritt durch die Straßen und verteilte die Gaben, machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer: sich von seinen Kindern zu trennen.

Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352.
Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kĂŒndigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.

(https://www-weihnachten.de/weihnachtsgeschichten/nikolausgeschichte.htm

Mfg

Matthias 🎅🎀😃

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. hanneweb sagt:

    Sehr interessant und gut verstĂ€ndlich. Zumal mir meine Schwester bei ihrem letzten Urleib in der TĂŒrkei Fotos von der „PilgerstĂ€tte“ in Mira schickte.
    Liebe GrĂŒĂŸe von Hanne und hab noch einen schönen NikolaustagđŸŽ…đŸŒŸđŸ•ŻïžđŸ€

    GefÀllt 1 Person

    1. Das ist schön zu hören. Dann hab ich doch das Richtige ausgewĂ€hlt. 😊😊
      Wusste nicht ob ich dieses oder doch einen eher sachlichen Beitrag nehmen sollte.
      Das ist ja schön, dass wussteich gar nicht, dass es dort so etwas gibt. 😼🙈

      Einen herzlichen Dank und auch dir liebe GrĂŒĂŸe zurĂŒck und noch einen schönen und entspannten Freitagabend! 🎄😃

      GefÀllt 1 Person

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