Die Montagslyriker heute mit unserer Nr. 7: Wolfgang Weiland!

Liebe Leserinnen und Leser!

Heute ist es wieder soweit! Es ist Montag und somit wieder Zeit für einen neuen Montagslyriker.

Und zwar Nr.7 der 5. Runde: Wolfgang Weiland! 👏👏

Wie immer, solltet ihr auch die wunderbare Kollegin Mia auf Miasraum besuchen! 👍😃😊

Und nun viel Spaß mit unserem Montagslyriker:

1.)

Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
(Der Mensch, die Muse, das Unglück)

Viele Jahre nur mit Fotografien meine Gefühle ausgedrückt. Nach und nach ein paar Zeilen darunter geschrieben. Vor 2 Jahren erkrankt und mit längeren Texten umd Gedichten begonnen.

2.)

Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
(Erzähl uns von deinen Macken, schlechten und guten Eigenschaften, von deinen dunklen Geheimnissen)

Man findet in mir einen guten Zuhörer, der allerdings nicht unbedingt communitykompatibel ist.

3.)

Welche Götter verehrst du?
(Künstler, die dich prägten, die du gerne liest oder empfehlen möchtest.)

Heinz Erhard, Rilke, Reinhard Mey, Ansel Adams (Sw-Fotografie).

4.)

Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?

(Lesungen, Poetry-Slam, Veröffentlichen in Zeitschriften, Büchern, Internet usw.)

Facebook, Twitter, View-Fotocommunity, fotocommunity.de, ein Gedichtbändchen und natürlich mein blog

Mein blog: https://wolfgangweiland.wordpress.com

5. Und nun, zeige dich!
(Mit bis zu zehn charakteristischen Werken, die du uns vorstellen magst. Mit einem Bild von dir? )

ein erstes Gedichtebüükchen :

https://www.amazon.de/dp/B07DN7V3G9

Der Graue

Es dämmerte schon, ich war unterwegs
zu mir, wie so oft mit den Jahren.
Da sah ich ihn schemend am Feldesrand
stehen, wir witterten beide Gefahren.

Ich blieb wo ich war, er schaute
herüber mit bernsteinfunkelndem Blick.
Dann duldete er, dass wir Nähe
uns gaben, ich ging auf ihn zu –
nur ein Stück.

Wir ließen uns nieder, ich hörte
ihn reden – von Eltern von Heimat und Hatz.
Ein Leben zu finden mit Gefährten wie früher
in Freiheit hier wäre sein Schatz.

Er lebte mit ander’n, er übte
mit Jungen die Jagd – gab ihnen Schneid.
Als Bauern und Züchter gewohnt an ihn
waren und Jäger nicht platzten vor Neid.

In Zeiten als Menschen die Grenze noch
kannten – er – Nahrung suchte und fand.
Normal war, dass Wölfe in Wäldern hier
lebten, weit fort von Auge und Hand.

Da erhob er sich langsam – er müsse nun
weiter – kein Ende der Suche in Sicht.
Mich fröstelt auf einmal – die Ruhe gibt
nach – die Lider erahnen das Licht.

vielleicht Sternwolken

Sonst so schön. Sommer. Tagsüber wird mir sonnenheiß. Abends Regen.
Manchmal kann ich dampfen. Nachts über mir die Sterne. Jetzt nur Füße.
Bin nur am Eingang. Um mich ‚rum andere die noch nicht so lang dabei
sind. Die wirklich Alten sind vor dem Dom auf dem schönen großen Platz.
Wird voll. Aber gerade kleine Füße auf mir. Hab‘ ich gern. So schön
unruhig. Ging schon vor Wochen los. Gerade über bisschen Schnee gefreut,
dann fingen sie an aufzubauen. Ihre Buden. Wünsch‘ mich manchmal weiter weg.
Gibt welche die haben goldene Nachbarn. Da steht was drauf. Die sind
doppelt wichtig. Hätt‘ ich auch gern, solche Nachbarn. Sind hier nicht.
Nur viele Füße. Manchmal in der wärmeren Zeit nur eine Gruppe.
Kurzbesuch. Dom angucken. Heute wieder erst ganz spät Ruhe und Sterne.
Oder Wolken.
Vielleicht.

Martin [01]

Er breitet die Arme aus. Geht langsam weiter. Ein Schatten zwischen Bäumen. Bald warm und vertraut an der Wange. Den stillen Ruf gehört.

Wieder der kleine Martin. Viele Jahre davor. Ein Pausenhof. Schulschluss. Felix aus der 3. wird abgeholt. Seine Mutter hat den Hund dabei. Felix nimmt die Leine. Er sieht Martin. Spürt seine Angst, lässt die Leine los. Martin rennt, wie um sein Leben. Die Leine schleift über den Boden.
Weiß, er sollte nicht laufen. Doch er kann nicht. Nicht anhalten, nur weiter. An anderen Kindern vorbei. Manche haben Spaß. Ein Ruf Heb doch die Arme, flieg, und da breitet er zum ersten Mal die Arme aus. Spürt ein unbeschwertes Gewicht auf der Schulter, fühlt ein warmes,weiches Gefieder an der Wange. Ihm ist, als würde er herausgehoben, aus dieser Angst. Fliegt über sie, schaut auf sie hinab, sieht sie kleiner werden, glaubt fest, Mutter wird nicht schimpfen. Die Hose ist nass, wie manchmal nachts…

Als großer Martin immer wieder Wege. Oft einsam, nie allein. Manchmal ist es dann wieder da. Das Gefieder. Die Wärme. Zuflucht. Ein wunderbares Wort. Zu einem Ort, zu jemandem fliehen zu können.
Warmes Wangengefühl…

Mfg

Matthias 😀

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