Spitzt die Ohren am heutigen Tag! 👂😉

Wie am Freitag angekĂŒndigt, gibt es heute mal krĂ€ftig was auf die Ohren………..den am heutigen Sonntag ist:

Der internationale Tag des Hörens! 👂

Dieser Tag wurde von der WHO eingefĂŒhrt, um das Bewusstsein auf unser empfindliches Gehör zu lenken, aufgrund der Tatsache, dass etwa 5% der Weltbevölkerung hochgradig hörgemindert sind. Das sind rund 360 Millionen Menschen weltweit, darunter um die 32 Millionen Kinder. Alleine in Deutschland sind es rund 12,9 Millionen Menschen die an HörschĂ€den leiden.

Diesen Tag, gibt es bereits seit 2007 und wird eben jeden 3. MĂ€rz begangen hat jedes Jahr ein anderes Hauptthema.

Dieses Jahr lautet das Motto: “Check your hearing!“

Auch kĂŒndigte die WHO an, dass es ab diesem Jahr eine Mobile-App geben wird, mit der man simple Hörtests am Smartphone selbst machen kann, sowie auch die MusiklautstĂ€rke am jeweiligen GerĂ€t so regelt, dass diese eben nicht schĂ€dlich auf unser Hörorgan wirkt. Denn zuviele Menschen, hören zu lange und zu laut Musik. Dies ist aber nur ein Beispiel, wie unseren Ohren im tĂ€glichen Leben schaden zugefĂŒgt wird.

Doch……wie ist eigentlich so ein Ohr aufgebaut und wie funktioniert es?

Dazu möchte ich wieder einen kleinen Ausflug in die Welt der Wissenschaft machen und sogleich auch einige Dinge aufzĂ€hlen, was unserem Gehör alles angetan wird. Sowie auch ein paar Fakten. 😃

Das menschliche Ohr, zÀhlt zu unseren Sinnesorganen. Neben der Aufnahme von Tönen, GerÀuschen, KlÀngen in Form von Schall, dient es auch gleichzeitig unserer beibehaltung des Gleichgewichts. So hat unser Ohr nicht nur die Aufgabe zu hören, sondern uns auch in die richtige Richtung zu lenken.

Zum groben Aufbau des Ohres gehört das Außenohr, das Mittelohr, das Innenohr und der Hörnerv, sowie Teile des Hirnstammes und des Zwischengehirns.

Das Außenohr ist das gesamte Knorpelgewebe, die Orhmuschel, das OhrlĂ€ppchen und der Ă€ußere Gehörgang. Aber auch die Außenseite des Trommelfels gehört noch dazu. Diese dient vorwiegend zum Einfangen des Schalls, aber auch um die Einfallsrichtung des Schalls zu koordinieren.

Dann gibt es Mittelohr. Zu diesem wird das Trommelfell gezĂ€hlt. Sowie die Gehörknöchelchen, Hammer, Amboss und SteigbĂŒgel. Das “Runde Fenster“ verbindet dabei die Paukentreppe mit dem Mittelohr.

Dazu kommt noch die sogenannte Eustachische Röhre, die auch oft Ohrtrompete genannt wird. Dies ist die Verbindung vom Mittelohr und den Nasenrachenraum.

Zum Schluss gibt es noch das Innenohr, das in einem winzigen Hohlraumsystem liegt. Dieses System wird auch knöchernes Labyrinth gennant. In diesem ist das membranöse und das hÀutige Labyrinth, die aus der Gehörschnecke bestehen. In dieser wird der Schall zu Nervenimpulsen umgewandelt. Hier sitzt aber auch das Gleichgewichtssystem, mit den BogengÀngen.

Grafik: Wikipedia/Urheber und Lizenz: Lars Chittka; Axel Brockmann ‱ CC BY 2.5

Die Leistung des menschlichen Ohres ist in der gesamten Natur zwar nicht gerade die allerbeste, aber trotzdem ist unser Ohr, noch immer sehr empfindlich. Ein Mensch, nimmt einen Frequenzbereich von 16Hz bis 20.000Hz wahr. Alles darunter und darĂŒber ist fĂŒr uns Menschen nicht mehr zu hören. Zum Beispiel, Ultraschall, Infraschall.

Die absolute Schmerzgrenze ist ab 130dB erreicht. Ab dieser LautstÀrke, beginnt vor allem das Innenohr und die Haarzellen schaden zu nehmen.

Kleine Beispiel:

Ein ruhiges Zimmer: 20-30 dB

Normale Unterhaltung: 40-50 dB

PKW in 10m entfernt: 60-80 dB

Ab 85 dB kann es bei extremer Dauerbelastung schon zu HörschĂ€den fĂŒhren.

Kampfjet auf 100 Metern: 110-140 dB

Ab 120 dB reichen schon kurze Belastungen um GehörschÀden zu erreichen.

Schmerzschwelle: 130 dB

Tödlich: 200 dB

Erste StufenzĂŒndung einer Saturn V Rakete: 204 dB

NatĂŒrlich ist das nur eine ganz grobe und kurze Zusammenfassung unserer Ohren. Der Aufbau ist noch um einiges Komplexer. Aber nun gehen wir doch zu ein paar interessante Fakten ĂŒber, die unser Ohr betreffen. 👌😃

Fakten:

1. In der Kriminaltechnik wird auch ein Ohrabdruck genommen zur Identifizierung eines TĂ€ters. Da der Ohrabdruck den selben Stellenwert hat, wie der Fingerabdruck. Der grĂ¶ĂŸere Vorteil ist der, dass im Gegensatz zum Fingerabdruck, der Ohrabdruck meist nicht zufĂ€llig geschieht, sondern oft beim Lauschen von Fenstern und TĂŒren zurĂŒckbleibt. So sind auch an Tatorten seltener OhrenabdrĂŒcke zu finden als FingerabdrĂŒcke, die meist von vielen Personen stammen. So lĂ€sst sich hĂ€ufiger und schneller der TĂ€ter identifizieren.

2. Das Außenohr des Menschen wĂ€chst das ganze Leben. Im Durchschnitt zirka 0,2mm pro Jahr.

3. Frauen verstehen gesprochenes besser als MĂ€nner. Untersuchungen zeigen, dass vor allem im Frequenzbereich von 1000 Hertz, Frauen besser zuhören können als MĂ€nner. Auch wurde herausgefunden, dass Frauen im Alter langsamer an Höhrverlust leiden als MĂ€nner. Forscher gehen davon aus, dass es an dem weiblichen Hormon Östrogen liegt, dass Frauen lĂ€nger besser hören.

4. Das lauteste GerĂ€usch der Welt mit 320 dB, stammt von dem Ausbruch des Krakatau. Australische Farmer haben am 27. August 1833 von GerĂ€uschen berichtet, die wie zwei SchĂŒsse klangen. Es stellte sich spĂ€ter heraus, dass der Vulkan Krakatau ausgebrochen ist, der 3.600 Kilometer von den Farmern entfernt war. Die Explosion dabei war so enorm, dass das Eiland dabei fast bis zur GĂ€nze zerfetzt wurde. Mit noch immer 180 dB in 160 Kilometern entfernung, gilt dieses GerĂ€usch als das lauteste GerĂ€usch der Welt.

Das war eine kurze Reise, in die Welt des Ohres!

SpĂ€ter kommt dann noch der versprochene Beitrag fĂŒr BĂŒcherfreunde zu diesem Thema, nĂ€mlich eine Rezension.

Mfg

Matthias 😃

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