Buchrezension#56 – Der Beginn deiner Reise zu dir selbst

Titel: Der Beginn deiner Reise zu dir selbst

Autor: Frank Jubelius

Verlag: BoD

Erscheinung: 18. Oktober 2017

Seitenanzahl: 244 Seiten

Inhalt:

Bereits von Geburt an befindes du dich auf einer Reise, deren Ziel es ist, dir deines wahren Selbst bewusst zu werden. Dein wahres Selbst ist nicht das, was du in den Augen anderer bist oder sein solltest, oft nicht einmal das, was du selbst glaubst zu sein. Dein wahres Selbst ist das, was du wirklich bist: eine Seele, die auf die Erde gereist ist, um hier ihre Erfahrungen zu sammeln und dadurch vollkommen zu werden.

Diese Erfahrungen können positiv oder negativ sein und als beglückende oder schlimme und dann oft verdrängte Ereignisse in dein Leben treten, in denen du dich entweder als Opfer oder als Täter erfährst, was schmerzhafte oder schuldbeladene Erinnerungen hervorruft. Doch alles, was geschieht, gehört zu deinem Seelenplan, ebenso wie die dunklen und lochtvollen Aspekte zu dir als Seele gehören. Als immer wiederkehrende Ereignisse und Erlebnisse, die niemlas zufällig geschehen, sondern Muster folgen, machen sie dich darauf aufmerksam, dass es für dich etwas zu lernen gilt. Das vertrauensvolle Anschauen und Annehmen all dessen, was dir auf deinem Lebensweg begegnet, führt dich Schritt für Schritt zu deinem wahren Ich.

Der Autor:

Frank Jubelius wurde 1970 in Tier geboren und lebt heute in Regensburg. Er ist Vater einer Tochter und eines Sohnes.
„Der Beginn deiner Reise zu dir selbst“ ist seine erste Buchveröffentlichung.

Rezension:

Ein autobiografischer Wegweiser!

Ein Buch für spirituell interessierte Leser.

Der Autor Frank Jubelius, erzählt in seinem Werk über sein Leben, und sein Werk als Lichtarbeiter.
Er schildert, in einem leicht lesbaren Schreibstil, wie er zu seiner Berufung, der Lichtarbeit gekommen ist. Unverblümt schildert er Negatives sowie auch Positves aus seinem bisherigen Leben und wie diese Erlebnisse und seine Entscheidungen, ihn eben zum gegenwärtigen Menschen geprägt haben. Dies alles wird gekoppelt mit eben spirituellen Ansichten und Lehren.

Auch schildert er seine zwei Wanderungen, die er unternommen hat und die ihm zu sich selbst führten und ihm auf seiner Reise zur Bewusstwerdung unterstützt haben.

Im letzteren Teil gibt es auch dazu ein wenig praktische Arbeit für den Leser in Form von eigenen Affirmationen. Auch befinden sich in Werk einzelne vom Autor verfasste Weisheiten und Zitate wieder.

Vieles ist für denjenigen Leser, der sich schon länger mit Weltanschauungen/Religionen/Lehren beschäftigt, vermutlich bekannt. “Einsteigern“ jedoch wird viel neues und großartiges Wissen aus dieser Welt vermittelt und dies eben auch auf eine einfach verfasste Weise.

Leider gibt es aber doch auch einige objektive Kritikpunkte die wichtig sind zu erwähnen und die jedem geübten Leser ins Auge fallen werden. So gibt es viele inhaltliche Widersprüche sowie Anderes dass man, obwohl es ein lesenswertes Werk ist, erwähnen muss.

So gibt es zum Beispiel ein kurzes Kapitel, wo sich der Autor gleich drei Mal selbst widerspricht oder er es vielleicht übersehen hat. So zum Beispiel bei den Affirmationen. Hier übt er doch ein wenig Kritik an manchen Inhalten anderer Werke, aufgrund der Negation bei Affirmationen. Das Unterbewusstsein erkennt nicht ob man etwas negiert oder bejaht und reagiert somit nur auf das “Objekt“. Es ist egal ob ich denke “ich möchte Angst haben“ oder “ich möchte keine Angst haben“. Hier spielt das Wort “Angst“ eben die Hauptrolle, auf dem das Bewusstsein haften bleibt. Hier geht der Autor eben dann weiter und beschreibt genau diesen Tatbestand, dass das Bewusstsein/die Energie immer dort haften bleibt, wo es hinfließt. In einzelnen nachfolgenden Affirmationen, begeht er aber genau diesen Fehler. In den eine Affirmation lautet “Ich bin frei von allen Ängsten, Sorgen, Zweifeln und Schmerzen“. Wo im Gehirn/Bewusstsein/Unterbewusstsein natürlich diese negativen Wörter hängen bleiben. Was ein jeder Leser natürlich im Selbsttest ausprobieren kann. Kein Mensch wird je mutiger werden, wenn er denkt “ich habe keine Angst mehr“. Da der Fokus eben auf der “Angst“ haften bleibt.

Ein anderer Kritikpunkt findet sich beim Thema “niederes Ich“ sprich “Ego“ wieder. Hier spricht der Autor von der Arbeit an der Auflösung, an dem eigenen “niederen Ich“. Hier gibt es einige Punkte die es zu erwähnen gilt, die man als Leser vorab wissen sollte. Denn einerseits gibt der Autor sich als fast schon Ego befreit dar, andererseits sticht oft dieses zur Gänze hervor. Denn die Behauptung des Autors, “dies wäre seine letzte Inkarnation auf Erden“ zeugt doch von einem noch ziemlich starken Ego

Denn mit dieser Aussage, stellt er sich selbst somit jeglichem Avatar, sprich “Führer der Menschheit“ wie Buddha, Christus und einigen anderen gleich. Somit könnte er auch noch selbst dem Dalai Lama etwas lehren. Auch seine vielen subjektiven Kritiken an vielen Themen, zeigen ein doch noch erhöhtes Ego. Denn alleine eine subjektive Kritik ist der Ausdruck von Antipathie und Sympathie, jenes ist wiederum immer ein Wink des Egos.

Hiermit greift auch gleich ein weiterer Kritikpunkt. Denn er arbeitet und erklärt leider nur sporadisch, dies aber verständlich, die “Hermetischen Gesetze“, übt aber zugleich harsche Kritik zum Beispiel dem Tarot System. Hier dürfte jedem Leser, der eingängig mit dem Hermetischen Prinzip vertraut ist, das Wundern kommen. Denn das Tarot-System ist in der Hermetischen Praxis, vor allem in der Hermetisch-Kabbalistischen Praxis seit tausenden Jahren, ein repräsentatives Grundmittel, sowie zudem auch heute noch gängig in der Psychologie von C.G.Jung.

Natürlich liegt der Autor hier nicht ganz falsch, mit seiner Kritik an der modernen und oft lächerlichen Praxis der benutzung des Tarots Systems.

Sogleich gibt es leider auch einige Schlussfolgerungen die nicht gänzlich nachvollziehbar sind. Denn so scheint es, übt der Autor, vielleicht auch gänzlich unbewusst, oder gar einfach nur falsch formuliert, Kritik an jeglichen Menschen, “Lehrern“, Weisen, usw. die ihr Wissen weitergeben dass sie sich in Form von Schriften jeglicher Art angeeignet haben. Nur auf der Tatsache, da es eben keine “eigene Erfahrung“ ist. Somit müsste auch jeglicher Lehrer, Professor, usw. falsch liegen, da diese ja auch „nur“ angelerntes Wissen weitergeben.

Dieser Rückschluss lässt vermuten, dass somit jegliches Werk dass jemals von den Weisen der Weltgeschichte verfasst wurde, als fast schon Unsinnig anzusehen ist nur weil es gelehrt wurde und nicht selbst erfahren wurde. Doch der Autor selbst gibt doch einzelne “Lehrbeispiele“ zum Mitnehmen auf der Reise zu sich selbst. Was vor allem in den letzten beiden Sätzen zum Ausdrucke kommt.

Zitat Seite 154: “Was kann mir ein “spiritueller Lehrer“ denn überhaupt lehren? Außer seinen eigenen Erfahrungen? Ja, aber seine eigenen Erfahrungen, sind nicht die meinen. Und wenn ich da sehe, was viele von diesen “Spirituellen Lehrern“ da lehren, fällt mir auf, dass es noch nicht einmal ihre eigenen Erfahrungen sind, sondern Dinge, die man im Internet und in Büchern nachlesen kann. Sie geben letzten Endes nur angelerntes Wissen von anderen weiter. Es ist ja nicht tatsächliches Wissen, sondern eben nur Erfahrungen von anderen“ Zitat Ende.

Ist in diesem Sinne dann sein eigenes Werk nicht auch für den Leser sinnlos, da es ja nur die Erfahrungen des Autors sind und somit für jeglichen Leser überflüssig?!

Natürlich ist aber zu erwähnen, dass er auch mit einigen kritischen Punkten, sehr wohl den Nerv an so manchen modernen “Guru“ trifft.

Leider muss man sagen, dass auch hier die, zwar nicht konkret und so offensichtlich, aber ab und an zwischen den Zeilen zu lesende, hervorkeimende gerade populär werdende Schiene, von Verschwörungstheorien, hervorbricht.

Auch sogleich die Tatsache, dass er eben betont wie wichtig die eigene Erfahrungen sind, zugleich aber vieles Kategorisch ablehnt bzw. davon abrät. Doch wenn man Erfahrung sammeln möchte im Leben, muss man zwangsläufig vieles/alles ausprobieren und nicht von vorneherein ablehnend gegenüberstehen, denn dies würde man schlicht und einfach Vorurteil nennen und wenn die eigene Erfahrung nur für das erfahrende Subjekt wahrhaft ist, ist somit dann jegliche andere Erfahrung anderer für mich grundsätzlich falsch?! Wäre auch hier jenes und jegliches anderes Werk dann somit nicht auch gänzlich überflüssig.

Abschließend ist zu sagen, dass es trotz der angeführten Kritikpunkte ein lesenswertes Werk ist. Denn abgesehen von der persönliches Einstellung jeden Lesers, ist der autobiografische Teil sehr lesenswert. Auch viele Tipps kann sich der ein oder andere Leser herauspicken. Aber das Werk sollte man vielleicht nur als erfahrener Leser der okkulten/esoterischen/spirituellen/oder philosophische Welt lesen. Für “Einsteiger“ ist es aufgrund eben der Kritikpunkte eher weniger zu empfehlen und wenn, dann eben als reine Autobiografie, denn aus jedem Werke kann man etwas lernen.

Natürlich ist auch zu erwähnen, dass vieles eben seinen eigenen Ansichten entspricht und er es auch oft selbst bestätigt und ein Dogmatisus hier absolut nicht der Fall ist.

Das Cover ist zwar relativ schlicht und einfach gehalten, aber es ist schön und passend und weder aufdringlich noch übertrieben augenreizend, wie es meist aus diesem Genre bekannt ist.
Leicht zu lesen, verständlich formuliert und flüssig verfasst, so dass es schnell gelesen ist.

Auch jene Kapitel, über die Wanderungen selbst und seine Erfahrungen und Erlebnisse die der Autor sammeln konnte und erleben durfte sind interressant und lassen hier auch einen kleinen Einblick geben, wie die Hermetischen Gesetze praktisch angewandt funktionieren.

Trotz der leider erwähnten inhaltlichen Kritikpunkte, kann man es aber dennoch empfehlen, da es doch auch sehr deutlich zeigt, was man positives aus der eigenen Erfahrung ohne „Lehrer“ im und eben vom Leben lernen kann!

3 von 5 Sternen

Cover:

Ein herzliches Dankeschön an den Autor für das Werk! 😀

Mfg

Matthias 😀

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