Montagslyriker Nr. 12 – Lea Maibohm

Einen heißen, aber hoffentlich entspannten Montagabend, wünschen wir, Mia von Miasraum und ich euch allen.

Heute dürfen wir euch wieder herzlich einladen zu unserer mittlerweile 12 Montagslyrikerin in dieser 6. Runde. Extrem wie die Zeit vergeht.

Nichts desto trotz, ist die auch unsere 10. Frau in dieser Runde, eine Powerfrau.

Darum dürfen wir sie euch jetzt präsentieren:

Einen großen Applaus für:

Lea Maibohm 👏🏻👏🏻👏🏻😀


1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
Die Frage ist für mich bei genauerem nachdenken schwieriger als gedacht. Am Anfang brachte mich nicht direkt der Schmerz zum Schreiben. Ich schrieb als Kind schon unheimlich gerne – kleinere Geschichten, die meine Grundschullehrerin sogar sammelte und mir in meinem letztem Grundschuljahr als kleines Büchlein schenkte mit der Bitte weiter zu machen. Der Schmerz brachte mich aber dazu, dass aus den Geschichten eher Gedichte wurden. Der Dämon, der mich dazu brachte meinen Schmerz in Gedichten zu verarbeiten war zunächst die Scheidung meiner Eltern und viele Probleme mit meinem Vater die darauffolgten. Heute ist es eine verlorene Liebe, die mich antreibt weiter zu machen, um den Schmerz auf diese Weise zu verarbeiten.

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
…immer sage was ich denke und niemand sollte sich davon angegriffen fühlen. Ich bin manchmal etwas vorschnell in meiner Meinungsäußerung. Ich versuche damit aber niemanden zu verletzen, sondern lediglich ehrlich zu sein. Manchmal kommt das dann negativ bei meinem Gegenüber an. Wer mich kennt weiß aber, dass das keine Beleidigungen sein sollen und eher als Ratschlag zu verstehen sein sollte.

3. Welche Götter verehrst du?
Vor Allem sind es Musiker, die mich inspirieren. Zurzeit beispielsweise die Leoniden oder Bastille. Aber es ist immer ganz unterschiedliche Musik, die mich ins Herz trifft und mich prägt – je nach meiner persönlichen Stimmungslage. Auch finde ich in Büchern Inspiration, wie in Klassikern Sturmhöhe von Emilie Bronté oder Stolz und Vorurteil von Jane Austen. Zudem prägen mich auch Künstler der modernen Poesie – Atticus, Beau Taplin oder Ruby Dhal – um nur einige wenige zu nennen. Durch sie kam ich überhaupt wieder auf die Idee meine Werke zu veröffentlichen, nachdem ich meine Facebookseite dafür sehr lange nicht mehr genutzt habe. Ich habe in ihren Werken Trost gefunden und fühlte mich nicht mehr so allein mit meinem Schmerz. Es hat mir gezeigt, dass auch andere eine schwere Zeit durchmachen – und vor allem sie überstehen und Stärke daraus ziehen. Das möchte ich mit meinen Texten ebenfalls erreichen.

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
Viel dafür tun, tue ich eigentlich nicht. Ich habe mit einer Facebookseite vor einigen Jahren angefangen, die ich aber nun nicht mehr nutze. Vor Kurzem bin ich auf Instagram umgestiegen und versuche unter dem Namen nyx_poetryfromthenight (https://www.instagram.com/nyx_poemsfromthenight/?hl=de) Menschen zu erreichen und sie mit meinen Werken zu berühren. Ich hoffe einfach durch gezielte Hashtags viele Leute auf mich aufmerksam zu machen die ähnliches durchmachen oder fühlen um ihnen zu zeigen, dass sie mit ihrem Schmerz nicht allein sind. Das Projekt der Montagslyriker ist das erste Mal für mich, dass ich überhaupt auf einer größeren Plattform mit mehr Publikum für meine Arbeit werbe.

5. Und nun, zeige dich!

Loslassen

Du wirst immer ein Teil von mir sein, doch du bist mein Untergang.
Wir haben es so oft probiert und sind noch öfter gescheitert.
Und jetzt bin ich nur noch eine Nummer, die du in Verzweiflung gewählt hast.
Meine Tränen bedecken mein Gesicht und ich, alles was wir hatten, kommt mir so wertlos vor.
Ich werde dich immer lieben und irgendwie hatte ich gehofft, ich hätte einen ähnlichen Platz in deinem Herzen – doch ich habe mich getäuscht.
Mein romantisches Herz hat sich lieber eingeredet wir wären zwei Herzen, die sich für immer lieben werden, aber das Schicksal etwas anderes für sie geplant hat.
Sich das vorzustellen war leichter als die Realität.
Ich frag mich, ob du wusstest wie sehr ich kämpfe um über dich hinweg zu kommen.
Lachst du grad darüber, mich erwischt zu haben und spürst meine Verzweiflung?
Selbst nach all der Zeit gehst du mir unter die Haut – reißt mir den Boden unter den Füßen weg.
Ich fühle mich wie zugeschnürt. Mir fehlt die Luft zum Atmen.
Ich bin allein, weißt du? Es gibt niemanden der mich versteht.
Der versteht warum ich dich nicht einfach loslassen kann.

Mfg

Matthias 😀

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