Die Angstfresser

Die Angstfresser

Zitternd liegst du ganz allein,
In deinem kleinen Bettelein.
Hast Angst vor Geister und Gespenster.
Siehst dunkle Schatten an deinem Fenster.

Kalte Luft in deinem Nacken.
Hörst die Bretter im Hausflur knacken.
Fratzen starren aus der Ecke.
Steckst den Kopf unter die Decke.

Ein zarter Hauch aus deinem Munde.
Schlägt des Dämons größte Stunde.
Fühlst du etwas neben dir.
Ganz gewiss ist es kein Tier.

Der Schweiß er läuft, das Herz es pocht.
Der Hals ist trocken, die Luft sie kocht.
Du spürst den Schatten der sich bewegt.
Und sich zu dir aufs Bette legt.

Schwarze Wesen steigen empor.
Ein greller Schrei in deinem Ohr.
Eines wollen sie nur erlangen.
Deine Ängste wollen sie fangen.

Dämonen fahren krallen aus.
Reißend holen sie Seelen raus.
Eines wollen sie daraus pressen.
Angst und Furcht das wollen sie fressen.

Doch ist es keine Angst gewesen.
Leiden diese dunklen Wesen.
Ohne Angst verdorrt ihr Leib.
Darum besser furchtlos bleib.

(©Matthias Breimann)

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. fraggle sagt:

    Erinnert mich entfernt an das „Schlaflied“ der „Ärzte“. 🙂

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    1. Kannte ich gar nicht, hab mir gerade den Text durchgelesen…stimmt, hat eine kleine Ähnlichkeit. 👍😊

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