Buchrezension#63 – Die Öffnung der Welt

Titel: Die Öffnung der Welt – Eine Globalgeschichte des Hellenismus

Autor: Angelos Chaniotis

Verlag: WBG Theiss Verlag

Erscheinung: 1. September 2019

Seitenanzahl: 532 Seiten

Inhalt:

Die Welt der Griechen

Alexander der Große öffnete die Grenzen nach Osten, bis an ans Ende der Welt, bis nach Indien. Mit ihm beginnt die Vernetzung großer Teile Europas, Asiens und Nordafrikas und das lange Zeitalter des Hellenismus. Angelos Chaniotis setzt eine neue Epochengrenze: Bis in das Rom Kaiser Hadrians im 2. Jhdt.n.Chr. verfolgt er die Spuren des kulturellen Austausches, der Europa bis heute prägt.

Der Autor:

Nach Stationen an der New York University, der Universität Heidelberg und der Universität Oxford hat der Althistoriker Angelos Chaniotis seit 2010 eine Professur am Institut for Advanced Study in Princton inne. Chaniotis gilt international als einer der Vordenker der Alten Geschichte. Der Grieche hat sich insbesondere auf die hellenistische Geschichte und die griechische Epigrafik spezialisiert. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Phönix-Orden der griechischen Republik, dem Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg und dem mit 250.000 Euro dotierten Anneliese-Maier-Forschungspreis der Alexander von Humboldt Stiftung.

Rezension:

Ein interessantes historisches Werk, über den Hellenismus. Der Autor geht dabei tief in die Gesellschaft, Religion und Politik jener Zeitepoche ein, die im Grunde mit dem Tod von Alexander dem Großen begann, 323 v. Chr. bis zum Tode Hadrians 138 n. Chr. endete. Diese wird oft aber in zwei großen Bereichen gegliedert, die der Autor jedoch in seinem Werke zusammengefasst behandelt. So erfährt man auch vieles über die römische Kaiserzeit bis hin zu Kleopatra.

Hier zeigt sich, wie Alexander der Große der Wegbereiter des Globalismus war. Mit seinem eroberten und zusammgeführten Weltenreich das aus verschiedensten Kulturen bestand, das es zuvor so noch nicht gab, hinterließ er für seine Nachfolger ein große Erbe bzw. eine große Aufgabe. Nämlich Reiche zu gründen die eben jenes von Alexander übertrafen. Die Römer, die Ägypter, um nur die in der Öffentlichkeit bekannteren zu nennen, versuchten diese Grenzen zu sprengen.

Aber auch soziale und wirtschaftliche Verhältnisse lassen sich in jenem Werke nachlesen. Wie haben die Kaiser und Könige regiert, welche Herausforderungen waren zu bewältigen, wie war der Staat aufgebaut, wie lebte das Volk, uvm. Auch erfährt man vieles über andere berühmte Persönlichkeiten wie Philosophen, Geschichtsschreiber, usw.

Aber auch, so zeigt sich in jenem Werke, spiegelt sich vieles in unserer gegenwärtigen Zeit wieder.

Im Buch selbst sind viele Originalauszüge von großen Gelehrten und Geschichtsschreibern jener Zeit zu lesen. Gespickt wird es noch mit unzähligen schwarzweiß Abbildungen von Münzen, Statuen, uvm. Auch lernt man dazu noch viele Wörter die von der griechischen und lateinischen Sprache ins Deutsche übersetzt und erklärt werden.

Für geschichtsbegeisterte Leser eine interessante Lektüre. Für Leser die es eher weniger mit Fakten und Zahlen haben, könnte es durchaus manchmal ein klein wenig trocken werden.

5 von 5 Sternen

Cover:

Link zum Verlag:

https://www.wbg-wissenverbindet.de/15853/die-oeffnung-der-welt?number=1023760

Ein großes Dankeschön geht wieder an Literaturtest für das Exemplar ☺️

Mfg

Matthias ☺️

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