Kurzgeschichten#14

Das hellste Licht auf dem Kosmos

Ich reise hier durch Raum und Zeit, der Großteil dieser Umgebung, ist nichts weiter als eine schwarze, dunkle Landschaft. Kein Geräusch, Kein Geruch, nichts von alledem ist hier vorzufinden. Ein leeres Nichts…..
Ab und an kleine Felsbrocken, die an mir vorüberziehen, oder kleine und große Planeten, die sich im Rhythmus um ihre Sonnen drehen.
Doch ansonsten schwarze, kalte Leere vor meinen Augen und ein paar funkelnde Sterne.
Frage ich mich oftmals selbst, sieht es mittlerweile auch in mir so aus, nach zweihundert Jahren und einer Reise ins scheinbare Nichts.
Ich bin auf der Suche, auf der Suche nach einem Licht. Einem Licht, was mich endlich von jener Dunkelheit befreit, die mich hier einkapselt, mich scheinbar gefangen hält.
Doch kann ich jener, so scheint es nicht entkommen.

Plötzlich spielt mein Raumschiff verrückt, die Lichter blinken und die Geräusche drehen durch. Das gesamte Cockpit scheint den Geist aufzugeben und ich verliere die Kontrolle über alles. Es gerät ins Trudeln und ich spüre in meinem Anzug nur noch ein Gefühl des Schwindels. Plötzlich sehe ich vor mir, ein grelles Licht und es blendet mich, doch ohne jeden Zweifel versuche ich, jenes anzusteuern. Im selben Moment, wird es dunkel vor meinen Augen und ich verliere das Bewusstsein…..

….ich öffne langsam meine Augen und der Körper schmerzt. Benommen, greife ich nach etwas, etwas um mich festzuhalten. Verwirrt versuche ich die Orientierung wieder zu erlangen. Ich spüre kühlen Sand unter meinem Körper. Fast auf allen Vieren, krieche ich aus meinem zerstörten Raumschiff und sehe etwas erstaunliches, was ich zuvor noch nie gesehen habe. Einen strahlenden Sternenhimmel, ein Mond so groß und leuchtend und ich sehe dass blendend Licht vor mir. Ein Leuchtturm, der mich hierher führte, der soo hell erstrahlt und in einem weißen Lichte, wie zuvor noch nie gesehen. Ein Licht, das Wärme, Frieden und Geborgenheit ausstrahlt, wie nichts anderes.
Es ist einfach nur traumhaft schön. Das Dunkel ist gewichen, und ich sehe in die Ferne, so weit es meinen Augen möglich ist. Obwohl ich hier noch nicht alles kenne, weiß ich, hier bin ich gut aufgehoben und hier will ich bleiben.

(©Matthias Breimann)

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Roser sagt:

    Wow. Sehr gut geschrieben! 😍

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    1. Vielen vielen lieben Dank, das freut mich 🙈😊

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