April Nierose – Verfall – Band 1. Leseprobe

Einen wunderschönen Abend 😃

Ja, diese Woche geht es bei uns, bei der lieben Kollegin Mia von Miasraum und mir, weiter mit den 4 BĂ€nden von der Autorin April Nierose.

In der vergangenen Woche, durftet ihr ja schon ein klein wenig in die BĂŒcher, anhand der Klappentexte reinschnuppern. Diese Woche geht es weiter mit Leseproben und Rezensionen.

So teilen wir uns diese Woche die BĂŒcher, so dass es bei Mia die Rezensionen zu den BĂ€ndern gibt, und bei mir die Leseproben. đŸ˜ŠđŸ‘đŸ»

Darum möchte ich auch gar nicht lange erzĂ€hlen und euch die Leseprobe zum 1. Band liefern. 😅


Seite 45/46
Als Marylin noch klein gewesen ist, war sie geschlagen worden, wenn sie sich widersetzte oder den Wunsch Ă€ußerte, das Haus zu verlassen oder sich gar anmaßte, vom Spielen mit anderen Kindern zu sprechen. Ihre Tante wollte ihr jedoch eine vollwertige Bildung bieten, fĂŒr welche sie Lehrer benötigte. Also durften die Spuren der Bestrafungen von niemanden geshen werden. Abgesehen davon wurde Marylin mit jedem Mal weniger empfindlich gegen die ihr zugefĂŒgten Schmerzen, sodass sich ihre Tante immer schmerzhaftere Bestrafungen einfallen ließ. So war ihre Tante nun beidem Tisch und der Peitsche angelangt, die unweigerlich tiefe Narben hinterließ, doch Narben sowie Wunden konnten leicht durch Kleidung verdeckt werden.
Die Anzahl dieser Narben konnte Marylin nicht einmal grob schĂ€tzen. Sie hatte zwar gelernt, gedanklich aus dem Keller zu fliehen, aber einige besonders starke Hiebe holten sie in die RealitĂ€t zurĂŒck. Vielleicht wĂŒrde sie es bald schaffen, auch diesem Schmerz ohne Schreie zu begegnen. Noch war sie nicht so weit.
Marylin hörte Schritte und das Quietschen der zufallenden TĂŒr. Ihre Tante, eine schlanke Frau mit hellblondem Haar und blasser Haut, stand vor ihr in einer SchĂŒrze, um ihre Kleidung vor Blutspritzern zu schĂŒtzen. In der Hand hielt sie die Peitsche, in der anderen einen Knebel.
„Das gleiche Spiel wie sonst“,sagte die Frau beinahe gelangweilt und legte dem MĂ€dchen den Knebel, ein lĂ€ngliches StĂŒck Holz, in den Mund, nachdem sie ihre Stoffmaske, die Nase und Mund bedeckt hatte, abgenommen hatte. „Ich habe dich gewarnt, ich warne dich doch stĂ€ndig. Du hast draußen nichts verloren. Du bist etwas Besonderes, es ist zu gefĂ€hrlich fĂŒr dich dort. Ich will dich nur schĂŒtzen und irgendwann wirst du mir dafĂŒr danken.“WĂ€hrendessen reinigte sie die Peitsche mit einem in Desinfektionsmittel getunktes Tuch. Dann nahm sie ein zweites Tuch und schon es Marylins Haare weg, um ihren RĂŒcken freizulegen, den sie ebenso mit Desinfektionsmittel einrieb.“ Du musst das endlich lernen. Es erfreut mich nicht, dir Schmerzen zuzufĂŒgen, aber du lĂ€sst mir keine andere Wahl“, sagte die Frau nachdenklich. Marylins AtemzĂŒge wurden schneller und lauter.

Liebe GrĂŒĂŸe

Matthias 😃

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