Die Montagslyriker – Enrico Schmidt

Einen wunderschönen guten Abend, zu unserem heutigen Teilnehmer wünschen euch wie immer die wunderbare Kollegin Mia von Miasraum und ich. 😃☕

Unser heutiger Teilnehmer, wurde schon in frühen Jahrenvon seinen inneren Dämonen zur Musik, Malerei, dem Schreiben und dem Anfertigen von Skulpturen verführt.

Wer ihn kennt, weiß dass aber genau jene inneren Dämonen ihn zu einem idealistischen Menschen machen, der seinen Mitmenschen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht und zudem eine treue Seele ist.

Erschienen ist bereits ein Lyrikband und ein Bildband ist in Arbeit.

Aber nun wollen wir nicht zuviel vorweg nehmen und lassen ihn am Besten selbst zu Wort kommen und bitten um einen riesen Applaus für:

Enrico Schmidt 👏🏻👏🏻😃

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte?
(Der Mensch, die Muse, das Unglück)
Der Bergriff Dämon erscheint mir hier ziemlich angebracht, den tatsächlich sind es in der Vergangenheit meine inneren Dämonen gewesen, welche mich dazu bewegten einen kreativen Ausdruck für mich zu suchen und zu finden und so kam es, das ich schon in jungen Jahren, die Musik, das Schreiben oder auch das Malen und erschaffen von Skulpturen für mich entdeckte.
2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du …
(Erzähl uns von deinen Macken, schlechten und guten Eigenschaften, von deinen dunklen Geheimnissen)
Wer mich kennen lernen will, sollte eben von diesen, meinen inneren Dämonen wissen und das ich eben gerade durch mein Leben mit ihnen, ein sehr geschätzter und treuer Wegbegleiter geworden bin, für jene die mir nahe stehen und mich kennen, ein Mensch mit Idealen so könnte man sagen und da meine sogenannten inneren Dämonen mich in der Vergangenheit, auch in so manche Lebenskrise brachten, kann ich ebenso auch oft ein guter Ratgeber sein, auf Grund meiner Krisenerprobtheit. 🙂
3. Welche Götter verehrst du?
(Künstler, die dich prägten, die du gerne liest oder empfehlen möchtest.)
Diese Frage kann ich nur schwer beantworten, da es zu allen Zeiten und aus so vielen Genres Künstler gibt und gab, die für mich mehr nur als Inspirierend waren.
4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen?
(Lesungen, Poetry-Slam, Veröffentlichen in Zeitschriften, Büchern, Internet usw.)
Derzeitig ist mein erster Lyrikband Melancholie auf dem Mark erschienen, beim NIBE -Verlag. Ansonsten sind ein Bildband im Bezug auf meine Gemälde und Skulpturen in Planung, sowie ein Buch mit Kurzgeschichten. Ebenfalls betreibe ich einen Youtubekanal

(Der Eremit: https://www.youtube.com/channel/UCZH22dEnd5bg8UpnlZCAp4A?view_as=subscriber ), wo ich meine eigenen Texte, aber auch die Texte anderer Künstler vertone. Des weiteren betreibe ich mein Atelier, welches in den kommenden Jahren immer mehr zu einem Kulturellenveranstaltungsort ausgebaut werden wird und somit auch anderen Künstlern und Autoren eine Plattform bieten soll. Und natürlich halte ich Lesungen und wer mag kann gerne auch meine Homepage besuchen oder meine Seite auf Facebook/ Instagramm verfolgen. ( https://enrico-schmidt.de.tl/ )
5. Und nun, zeige dich!
(Mit bis zu zehn charakteristischen Werken, die du uns vorstellen magst. Mit einem Bild von dir? )

Auszüge aus Melancholie:

Nur Gedanken

Es gibt keine Worte mehr für die Tiefe meiner Gedanken.
Es gibt keine Worte mehr für die Schönheit dieser Welt,

und für die Verzweiflung des Menschen

am Menschen.
Wir haben aufgehört zu vertrauen,

weil wir vertrauten und gebrochen wurden

und so glaubt nun mancher,
es sei gar recht und billig,

Verletzungen weiter zu geben,

den Glauben in seinen Nächsten aufzugeben.

So werden aus den Opfern von Gestern

die Täter von Morgen.

Doch wir müssen bauen und bauen

nicht höhere Türme,

nicht dickere Mauern, gar Grenzen,
sondern reine Herzen!

Wir heucheln Interesse,
für Geschehnisse in weiter Ferne,
aber sind unfähig,
den eigenen Nächsten zu fragen,
wie es ihm geht.
Wir rennen mit Schwert und Feuer
durch diese Welt, um angeblich einen Gott zu verteidigen,

der nie mehr verlangte, als das wir einander stützen und lieben!
Wir kriechen vor heidnischen Göttern, Mythen und Sagen
und versuchen ernsthaft,
eine fiktive Vergangenheit zu rekonstruieren,

welche längst unwiderruflich zu Asche zerfallen ist!

Wir befragen Karten,
lutschen an Edelsteinen,
obwohl wir selbst die edlen Steine sein müssten.
Wir Meditieren uns auf Irrwegen um Kopf und Kragen
und finden dennoch niemals die nötige innere Ruhe.
Wir sehen die Schuld in jedem Teufel in unserem Nächsten,
doch verlieren gänzlich die Befähigung zur Selbstanalyse!

Es spielt keine Rolle,
ob wir verletzt wurden,
ob wir beraubt wurden,
ob wir gedemütigt wurden,
wichtig ist nur,
das wir es niemals gleichtun

und weiterhin auf Herzen bauen!!!
Wir vertrauen auf Wissenschaftler,

misanthropische Philosophen,

auf Panikmacher und auf geduldiges Papier,

auf Politiker, Verführer und Führer,

nur auf uns Selbst vertrauen wir nie!

Wir haben uns einreden lassen,

wir wären Bioroboter und eine breite Masse,
hätten keine Seele und seien nur ein Tier,
dabei werden wir selbst gerade, zu plappernden Affen!
Wir glauben an Unterschiede,

aber nicht an Gemeinsamkeiten.

Wir erziehen Kinder,

doch haben vergessen wie unser Kindsein war.

Wir müssen erwachen!
Aufeinander bauen,

einander vertrauen,
die Hände reichen zum Gruß.

Wir müssen bauen und bauen,

nicht höhere Türme,

nicht dickere Mauern, gar Grenzen,
sondern reine Herzen!
Wir lehnten die Nächstenliebe ab
und existieren durch die mitleidlose Liebe.
Wir sollten stillstehen,
anfangen zu lernen, erneut in uns zu gehen.
Wie nur soll der Mensch ein Meister sein?

Wenn er selbst seinen eigenen Meister

noch immer sucht?

Ich bin der ich bin

Ich fiel als Regentropfen in diese Welt
war der Schattenhafte Fleck in eines Jaguars Fell.
Ich war das Blut in den Pferden des Khan
und die Mutter
die alle Götter gebar.

Ich bin der Wind
der zeitlose Sturm
die Welle im Meer
und das ewige Moor.

Ich fiel hernieder in eure Welt
dehnte mich aus am himmlischen Zelt.
Ich durchtränke die Nacht in zärtlichen Rot
ich werde beenden der Mutter Erde tiefe Not.

Ich breite meine schwarzen Flügel aus
durch wandere Zeiten und beschneide den Lebensbaum.
All eure Illusionen seht ihr durch mich
doch die Wahrheit die kennt
ihr Menschlein nicht.

Euer Ego steht der Schöpfung im Weg
darum bin ich es der eure heiligen Siegel verdreht.
Ihr glaubt an so vieles
nur nicht an mich
dabei bin ich der Schatten
auf eurem Gesicht.

Ich bin der Anfang
manifestiert in eurem kümmerlichen Sein.
Ich bin das Ende
ewiglich rein.

Ich bin die Schlange
die sich im Buddha erhebt.
Ich bin ein Blatt
das vom Winde verweht.

Ich bin der Wille
der zum tragen kommt
ein Zyklus
damit das Leben
wieder atmen kann.

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