Buchrezension#77 – Die Himmelskugel

Titel: Die Himmelskugel

Autor: Olli Jalonen

Verlag: Mare Verlag

Erscheinung: 16. Februar 2021

Seitenanzahl: 544 Seiten

Inhalt:

1679. Mitten im Atlantik, auf der Insel St. Helena, träumt der achtjährige Angus einen großen Traum: Er will in die Fußstapfen des Sternenforschers Edmond Halley treten und dessen Gehilfe im fernen London werden. Angus übt für seine Laufbahn als Wissenschaftler, indem er tagsüber Vögel zählt und nachts die Position der Sterne markiert, wie Halley es ihm bei seinem Besuch auf der Insel beigebracht hat. Als es unter dem tyrannischen Gouverneur zu Unruhen kommt, rückt die Erfüllung von Angus‘ Traum unverhofft näher: Mit einem geheimen Brief wird er als blinder Passagier an Bord eines Schiffes geschickt, um in England die Hilfe des geschätzten Herrn Halley zu erbitten…
Ein außergewöhnlicher Roman über die Anfänge der Aufklärung und die berührende Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem großen Universalgelehrten.

Der Autor:

Olli Jalonen, 1954 in Helsinki geboren, studierte Sozialwissenschaften und hat lange in Schweden gelebt. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren Finnlands. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet und so in verschiedenen Sprachen übersetzt. Für “die Himmelskugel“ erhielt er als erster Autor nach Bo Carpelan zum zweiten Mal den Finlandia-Preis, Finnlands renommiertesten Literaturpreis

Rezension:

Ein tolles, spannendes literarisches Werk von Weltniveau, welches der Autor Olli Jalonen mit dem Buch “die Himmelskugel“ erschaffen hat und dem Leser vorliegt. Denn es hier mischt sich Geschichte und Astronomie in einem besonderen Kontext und Blickwinkel. Denn die Geschichte spielt in der Zeit des Kolonialismus und der Aufklärung. Doch das interesannte ist eben der Blickwinkel von dem es der Autor erzählt. Denn so wird die Geschichte von dem (zu Beginne) kleinen 8 Jährigen Angus erzählt der im Laufe der Geschichte natürlich mitwächst. So lernt man nicht nur ihn ganz genau kennen, sondern eben auch alle anderen Figuren, Landschaften und Abenteuer die er auf dem Weg zum Erwachsenwerden und seinem Traum erlebt.

Hierbei ist eben jenes sehr faszinierend verfasst, da man es eben aus den Augen eines Kindes selbst sieht und mitbekommt was passiert und man als Leser somit auch zwischen den Zeilen lesen muss um Klarheit darüber zu erhalten was wirklich passiert, da eben ein Kind noch nicht jene Tragweite von manchem Geschehnissen begreift und es eben in kindliche Worte fasst. Was eben dem Leser zum mitdenken animiert und ihn gleichzeitig so in die Geschichte einbindet und fesselt. Welche eben zeigt wie das Leben im 17. Jhdt. war. Von den ersten Fortschritten der Wissenschaft, bis hin zur brutalen Sklaverei, Ausbeutung und die elenden Lebensumstände, sowie die Unterschiede zwischen Adel und Bürger. Zudem eben erlebt der Leser wie der kleine, wissbegierige, abenteuerlustige Angus seinen Traum verfolgt.

Zusammengefasst ein brillantes Werk, dass man nur empfehlen kann und zur absoluten Weltliteratur hinzugezählt werden muss.

5 von 5 Sternen

Cover:

Link zum Buch:

https://www.mare.de/die-himmelskugel-8609

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