Die Montagslyriker – Alexander Poetry

Einen wunderschönen Montagabend wünschen euch wie immer die liebe Kollegin Mia von Miasraum und ich ☕

Heute geht es hier bei den Montagslyrikern wieder weiter im Programm mit unserem nächsten Teilnehmer, der schon in den Startlöchern steht. 

Der Tod seines Großvaters war für ihn mit 16/17 der Auslöser um mit dem Schreiben zu beginnen. So wurden Gedichte sein neuer Lebensbegleiter um die Trauer, die Zerrissenheit in seiner Seele zu verarbeiten.

Sein Motto lautet „In der Ruhe liegt die Kraft“ demnach tankt er aus der Ruhe seine Gedanken und schöpft so seine neuen Werke.

Beim Schreiben konzentriert er sich auf seinen eigenen Stil und doch schöne Wörter verleihen seinem Geist die Flügel zu neuen Inspirationen.

Sein erstes Gedicht wurde im Jahr 2008 in einem Buch veröffentlicht. Als er immer darauf Aufmerksam gemacht wurde dass seine Stimme einen besonderen Klang hat, entschied er sich dazu ab nun diese zu vertonen. Mit Hilfe von seinem Freund, entstand so ein Hörbuch mit 16 Gedichten die man sich anhören kann.

Doch zu viel wollen wir gar nicht verraten, denn wie immer geht es nicht um und sondern um unseren Teilnehmer. 

Darum wünschen wir euch einen wunderschönen Abend mit unserem heutigen Montagslyriker:

Alexander Poetry

1. Nenne den Schmerz beim Namen. Wer ist der Dämon, der dich zum Schreiben verführte? (Der Mensch, die Muse, das Unglück)

Ich war 16 oder 17 und der Tod meines Gossvaters, bei dem ich jeden Sommer verbringen durfte, brach herein. Ein bisschen unverhofft und so auch der Schmerz für meine Grossmutter, Mutter und für mich selbst. Ich weiss nicht mehr genau wie das Schreiben begann, aber ich weiss diese Situation war sicherlich der Auslöser und so wurden Gedichte meine neuen Lebensbegleiter. Sei es aus dem Unterbewusstsein den Schmerz, die Trauer, die Zerrissenheit und all die anderen Geschehnisse, die einen jungen schwulen Mann so durch den Kopf spinnen, aufzuschreiben. 

2. Wer dich kennenlernen will muss wissen, dass du … (Erzähl uns von deinen Macken, schlechten und guten Eigenschaften, von deinen dunklen Geheimnissen)

… die Ruhe vor dem Sturm bin. 

In der Ruhe liegt die Kraft. Ich tanke aus Ruhe die Gedanken. Ja und sie bringen mich auch manchmal ins Wanken. Aber nicht zu oft. Um mich aus der Ruhe zu bringen braucht es schon ein bisschen mehr. Ich bin ein hoffnungsloser Romantiker im Schreiben und so rational in vielen Belangen des Lebens. 

3. Welche Götter verehrst du? (Künstler, die dich prägten, die du gerne liest oder empfehlen möchtest.)

Ich schaue beim Schreiben nicht nach rechts oder links. Da mache ich eher mein Ding. Ich setze meine Gedanken durch das Schreiben an die Luft, um einfach zu spüren was gerade los ist. Nicht nur mit mir selbst sondern auch um mich herum. Es sind schöne Wörter die mich prägen, denen ich tagtäglich begegne und den Weg ebene, um die kleinen Wortgeschichten zum Leben zu erwecken. 

4. Was tust du, um dein Werk bekannt zu machen? (Lesungen, Poetry-Slam, Veröffentlichen in Zeitschriften, Büchern, Internet usw.)

Mir wurde mit circa 21 Jahren ein Buch angeboten, habe es jedoch wegen der Selbstbeteiligung damals ausschlagen müssen. Mein erstes Gedicht „abgestecktes Reich“ wurde 2008 im „Jahrbuch für das neue Gedicht“ veröffentlicht. Das war für lange Zeit die erste und die letzte Veröffentlichung. 

Bis man mir immer wieder sagte, dass ich eine schöne Telefonstimme hätte und meine Gedichte doch sprechen sollte. So schuf ich einen Podcast, probierte mich aus und erfand meinen Künstlernamen „Alexander Poetry“. 

Das Ganze habe ich, mit Hilfe von meinem Freund, noch auf eine professionellere Ebene gehoben und alles im Studio nochmal eingesprochen. Seit diesem Frühling gibt es das erste Hörbuch mit 16 Gedichten zum Streamen und Downloaden: 

„Ich bin die Liebe“. 

Ich veröffentliche mittlerweile Sprüche, Gedanken und Zitate auf meinen Social Media Accounts. Meine Gedichte kann man auf meinem „Liebe Blog“ lesen, liken und kommentieren. Ich arbeite derzeit an einem Buch – natürlich in Kombination mit einem weiteren Hörbuch. Das braucht Zeit, denn auch hier habe ich gewisse Vorstellungen, die sich ohne fremde Hilfe nicht verwirklichen lassen. 

Website

www.alexander-poetry.com

Der Poetry Shop

https://www.alexander-poetry.com/shop

Der Liebe Blog

https://www.alexander-poetry.com/blog

Instagram

https://www.instagram.com/alexanderpoetryworld/

Facebook

https://www.facebook.com/alexanderpoetryworld

5. Und nun, zeige dich! (Mit bis zu zehn charakteristischen Werken, die du uns vorstellen magst. Mit einem Bild von dir? )

Das Album: Ich bin die Liebe

SPOTIFY

https://open.spotify.com/album/6RTmWQa8rMQoPPuvg8tzs5

YOUTUBE MUSIC

https://music.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_mH6rXyLTr67cO226mY-dVNAv1DRvhTOCE

AMAZON

https://www.amazon.de/Ich-bin-Liebe-Alexander-Poetry/dp/B08XBS3T5K/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=ALEXANDER+POETRY&qid=1615577646&quartzVehicle=4187-10984&replacementKeywords=poetry&sr=8-1

ITUNES

https://music.apple.com/us/album/ich-bin-die-liebe/1555141216?l=de&ls=1&app=itunes

APPLE MUSIC

https://music.apple.com/us/album/ich-bin-die-liebe/1555141216?l=de&ls=1

Duschen mit Dir (YouTube Link)

5er Postkartenserie

Abgestecktes Reich (2008)

Du kannst mich nicht hören

mich nicht sehen

Ich bin um dich herum

verstummt

Du kannst mich nicht fühlen

mich nicht begehren

Die Welt

nicht deine

So nah

ich deinen Atem spür

so weit

wenn ich dich berühr

Von Angesicht zu Angesicht

keine Reaktion von dir

Unscheinbare Bewegungen

im Geist verbleiben

Mir das Weiterleben

erschweren

Langeweile (2020)

Zappen ist nicht so mein Ding

DVDs sind doch schon lange nicht mehr in

Politik Talk ist doch immer dasselbe

reden und reden, kommen vom Regen in die Traufe

Ich nenne es Verblödungs-TV

Ja ja – Adam und Eva nackt auf einer Insel anschauen

ne ne – da ist mir meine Zeit zu schade

Ich stell mir erstmal mein Sofa gerade

Nach lesen steht mir heute auch nicht der Sinn

da lieg ich nun auf meinem kuschligen Ding

nen Podcast auf Apple wählen

wow, Gedichte kann man nun auch hören

Ich bin die Liebe

Ja ja, Liebe, Triebe, Heiterkeit

mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid

Oh, ein Podcast über Zähne ist auch dabei

Irgendwie ist das alles heute nicht meins

ok Netflix – mal sehen was da heute so erscheint

so ein richtiger Klassiker wäre geil

mit Chips, M&M´s und Popcorn Dreierlei

Uhhh wenn Sylvester mal wieder

„Adrian“ schreit

und Tom Cruise als Jerry McGuire

“Du vervollständigst mich” – säuselt       

und Rene Zellweger fast dabei weint

Es wird eine lange Nacht

ich mich nicht entscheiden kann       

Wer setzt wen Schachmatt

oder doch Bud Spencer – „Buddy haut den Lucas“

Mal so richtig gruseln

bei Dracula ich mich ja eher vor Lachen kugel

“ES” hat’s da bei mir schon leichter

eine Clown Maske wiegt so schwer wie 13 böse Geister

Uhhh eine spanische Telenovela

ok – es sind eher die hübschen Schauspieler

als der Inhalt und das Thema

ab und an braucht man das fürs Langweile-Schema       

Jetzt wird es aber Zeit

es ist doch schon halb eins

was zum Einschlafen ist doch nett

dann doch Politik und ab ins Bett

Gezeiten der Berührung (2021)

Ich verweile im Auf und Ab der Distanzierung. 

Was erlaubt und was nicht. Die Änderung ist da stetig. 

In der Stille – mit mir selbst. 

Erlaube ich mir alles. 

Alles was mir gefällt. 

Ich erlaube mir zu lieben. 

Die Distanzierung zu belügen. 

Den einen Mann zu kriegen, der mich sieht. 

Der mich Schöner nennt und meine wahre Schönheit erkennt. 

Unsere Gezeiten der Berührung bilden eine Brücke

in einer Zeit der grossen zwischenmenschlichen Lücke. 

Denn wir zwei – bilden eins. 

Auch wenn wir oft die Ebbe spüren. 

Die Flut im Herzen lässt die Emotionen jeden Tag hoch pulsieren. 

So scheint, ob fern oder nah, die Berührung da. 

Auch wenn das Wasser sich zurückzieht und ein Keil zwischen uns schiebt. 

Die Liebe stetig die Gravitation besiegt 

für die Berührung in den Gezeiten. 

Die Beziehung alles fordert und alle Möglichkeiten gibt.

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