Die Welt der Anderen von Tobias Schiller – Leseproben

Einen entspannten Samstagabend 😊

Heute gibt es bei uns, der lieben Kollegin Mia von Miasraum un und mir, den letzten Teil zu unserem Montagslyriker – Teilnehmer, Tobias Schiller und sein Werk Die Welt der Anderen.

Dazu wollen wir euch heute drei kurze Auschnitte aus dem Buch, als Leseprobe zur VerfĂŒgung stellen um euch so vielleicht einen kleinen Geschmack auf das Buch zu machen. đŸ‘đŸ»đŸ˜Š

Also, viel Freude bei den Leseproben und dem ein oder anderen Leser, vielleicht sogar mit dem Buch.

Mfg

Matthias đŸ˜ƒđŸ˜ŠđŸŒ»đŸŒŒ

„Jetzt oder nie!“, dachte ich mir. Ich rannte mit dem Phönix auf der Schulter so schnell mich meine Beine tragen konnten. Es ging immer weiter bergauf durch den Tunnel und ich hoffte, dass wir möglichst bald einen Ausgang erreichen wĂŒrden.
Die Mutter der Dunkelheit hatte sich inzwischen befreit. Das merkte ich an dem Grollen und dem Schreien hinter mir. Sie war schnell und sie wĂŒrde uns bald einholen. Ich nahm alle Kraft zusammen und eilte weiter durch den endlos erscheinenden Tunnel. Das Zischen wurde lauter und ich blickte nach hinten. Die Spinne war fast direkt hinter uns. In diesem Moment bekam ich einen gewaltigen Schlag.
Als ich nach vorne blickte, drang grelles Licht in meine Augen. Gestein flog von mir ab. Der Phönix hatte sich auf meinen RĂŒcken gesetzt und sprang von dort aus in die LĂŒfte. Ich flog weiter nach oben und es schien, als sei ich direkt durch eine Felswand gelaufen. Unsere Geschwindigkeit war so groß gewesen, dass die Wucht das Gestein gesprengt hatte. Lange flog ich allerdigs nicht mehr durch die Luft, sondern fiel auf direktem Wege nach unten. 99

„Wenn der Poet nicht inspiriert.
Wenn der Weise nicht mehr warnt.
Wenn der Redner nur noch redet,
aber keiner etwas ahnt:
Nehmt den Hammer, schlagt den Stahl,
schlagt ihn tagein und tagaus.
FĂŒr die Völker dieser Welt,
deren Freiheit lÀngst geraubt.
Lasst die Klingen neu erklingen,
lasst sie schwingen wie die FlĂŒgel,
eines Phönix denn sie singen
nur noch Lieder die nicht tönen.
Lasst die Stimmen sich erheben
gegen jeden der noch spricht,
dass sein Segen nie ein Klagen
sondern wahre Wahrheit ist.“
Es war die Rede von einem Hammer, aber ich konnte nirgends einen Hammer in dieser Schmiede entdecken. Verwundert war ich ebenfalls, dass der Phönix erwĂ€hnt wurde. Konnte er vielleicht eine Art SchlĂŒssel sein? Ich versuchte ihn in meinen Gedanken zu erreichen, aber ich hatte nicht das GefĂŒhl, dass es funktionierte.
Daraufhin beschloss ich, jeden Winkel in der Schmiede ab zu suchen und strich den Staub von allen OberflÀchen. Irgendwo musste doch ein Zeichen oder ein Hinweis auf den Hammer zu finden sein. 108/109

Es war ein gewaltiger Anblick: Ein Berg, so groß wie ich nie zuvor einen gesehen hatte! Er war gespickt mit kleinen Löchern, die mich stark an unseren letzten Schlafplatz erinnerten. Es sah ganz so aus, als hĂ€tten tausende Karus dort ihre UnterkĂŒnfte, aber vielleicht dienten diese Löcher auch einem anderen Zweck?
Wenn das nicht Tanstadt war, was war es dann? Avuk und ich stapften in die Schlucht hinab – voller Hoffnung, dass wir in der Zwergenstadt viele langersehnte Antworten finden wĂŒrden. Ob Bralnir dort war?….
Meine Reise sollte jedoch schon kurz darauf ins Stocken geraten: Wir sahen mehrere starre Gestalten, je nĂ€her wir dem Grund der Schlucht kamen. Es waren viele von ihnen, aber keine einzige rĂŒhrte sich auch nur einen Zentimeter.
Avuk und ich gingen in Deckung und beobachteten still und leise, was sich vor uns abspielte: Es passierte nichts. Die Gestalten bewegten sich auch weiterhin keinen einzigen Schritt. Ich ĂŒberlegte ob ich ihnen etwas zurufen sollte oder nicht. Schließlich nahm ich meinen Mut zusammen und nĂ€herte mich ihnen langsam. Mir erschien es klĂŒger, denn wĂŒrde ich laut rufen, wĂŒssten sie alle sofort, dass jemand hier war. Wenn ich mich behutsam anschleichen könnte, hĂ€tte ich vielleicht einen kleinen Vorteil. 124/125

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